"Wer Durst hat, geht zu Dachtler", so könnte das Motto des Weilimdorfer Familienunternehmens heißen. Denn der Name Dachtler hat Tradition im Stadtbezirk Weilimdorf: Seit 1912 gibt es das Getränkeparadies. Damals, vor 90 Jahren, hieß es freilich noch anders: Als der Küfermeister Josef Dachtler mit einer Küferei, Brennerei und Mosterei begonnen hatte, eröffnete er auch einen Getränkehandel. Der Firmengründer durfte als erster im damaligen Oberamt Leonberg Limonaden herstellen.

Brennerei

Frühjahr 1912. Ein junger Mann war von der Aufbruchstimmung im damaligen Kaiserreich begeistert. So gründete Josef Dachtler am Löwen-Platz in Weil im Dorf eine Küferei und Brennerei. Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde der Wiederaufbau in den Jahren 1946 bis 1948 vom Sohn des Firmengründers, Gotthilf Dachtler, übernommen. Dieser führte den Betrieb mit seiner Frau Klara am alten Standort bis 1959 weiter und begann mit einer eigenen Limonaden-Fabrikation und dem Getränkehandel.

 

Neuanfang nach dem Weltkrieg

Nachdem das Geschäft - am Löwenplatz hatten Dachtlers ihr erstes Domizil - im 2. Weltkrieg ausgebombt wurde, begann Sohn Gotthilf in der zweiten Generation mit dem Neuaufbau des Getränkehandels. Im Jahre 1965 übernahm Fritz Dachtler, der heutige Seniorchef, die Firma und eröffnete mit seiner Frau Rosemarie, die ebenfalls noch immer tätig ist, neue Geschäftszweige. Ein firmeneigener Fest- und Partyservice wurde eingerichtet, außerdem fing man an, eine vollautomatische Obstpresse zu betreiben und modernisierte den Fuhrpark. Dort wurden bis 1990 jährlich 1,5 Mio. Liter Apfelsaft erzeugt. Im Laufe der Jahre war aus dem Einmannbetrieb ein expandierendes Familienunternehmen geworden. Außerdem richtete Fritz Dachtler - 1959 war die Firma bereits in die Landstuhler Straße 29 umgezogen - in seinem elterlichen Haus in der Glemsgaustraße nicht nur einen weiteren Getränkehandel, sondern auch noch eine Mosterei ein.

Umzug in die Bergheimerstrasse

Im Zuge der Unterdorfsanierung müssen die Firma Dachtler aus der Glemsgaustraße raus. Denn der alte Flecken wurde zum Wohngebiet erklärt. In der Bergheimer Strasse wurde ein geeignetes Grundstück gefunden. Hier wurde ein moderner Getränke-Abholmarkt und ein grösseres Lager erstellt, um den heutigen Kundenwünschen entsprechen zu können. Die gesamte Logistik wurde neu geordnet und ebenfalls in die neuen Gebäude verlagert. In einem Extra-Gebäude sind die "Moste" und die Brennerei untergebracht. Auf dem gleichen Grundstück befindet sich auch das neue Wohnhaus des heutigen Chefs Andreas Dachtler, der 1984 in den elterlichen Betrieb eingestiegen ist. Seit 1989 arbeitet auch seine Frau Ulrike im Getränkeparadies Dachtler mit.

Landstuhler Straße

1996 wurde der Standort Landstuhler Strasse ebenfalls modernisiert und ein zeitgemässer Getränke-Abholmarkt erstellt. Seit 1999 wird das Unternehmen von Andreas Dachtler mit seiner Ehefrau Ulrike geführt. Mit Benjamin und Christoph Dachtler ist bereits für Nachfolger gesorgt.

 


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